Das richtige Profil für jede Last

Die Belastbarkeit eines Aluprofils hängt von Profilgeometrie (axiales Flächenträgheitsmoment I), Legierung, Wandstärke sowie Einspannlänge und Lagerungsart ab. Der E-Modul von Aluminium beträgt ca. 70 GPa – etwa ein Drittel von Stahl, aber bei einem Drittel des Gewichts.

Lasttypen: Biegebelastung (häufigster Fall – horizontal eingespannte Profile), Druckbelastung (axial, auf Knickung), Torsionsbelastung (bei exzentrisch angreifenden Kräften). Die Durchbiegung bei gleichmäßig verteilter Last berechnet sich als f = (5·q·L⁴)/(384·E·I), bei Einzellast als f = (F·L³)/(48·E·I).

Faustregeln: E-Modul Aluminium ≈ 70 GPa | Dichte ≈ 2,7 kg/dm³ | Rastermaß 40/45 → Standard Maschinenbau bis ca. 500 kg/Stützpunkt | Rastermaß 80+ → Schwerlast über 1.000 kg | mejo berät bei Tragfähigkeitsfragen kostenlos: mejo.de/kontakt
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Einflussfaktoren Durchbiegung

  • I
    Flächenträgheitsmoment (I)Kastenprofile steifer als Flachprofile gleicher Masse
  • L
    Freie Spannweite (L)Durchbiegung steigt mit L³ (Einzellast) oder L⁴
  • E
    E-Modul AluminiumCa. 70 GPa – ein Drittel von Stahl
  • A
    LegierungEN AW-6082: höhere Festigkeit für tragende Profile
  • W
    WandstärkeHöhere Wandstärke = mehr Gewicht, mehr Steifigkeit

FAQ – Schnelle Antworten

Wie berechnet man die Durchbiegung eines Aluprofils?

Bei gleichmäßig verteilter Last gilt: f = (5·q·L⁴)/(384·E·I). Bei Einzellast mittig: f = (F·L³)/(48·E·I). Dabei ist E der E-Modul (Aluminium ≈ 70.000 N/mm²) und I das axiale Flächenträgheitsmoment des Profilquerschnitts. mejo berät bei konkreten Berechnungen.

Welches Rastermaß eignet sich für schwere Maschinengestelle?

Für schwere Maschinengestelle mit Lasten über 500 kg pro Stützpunkt empfehlen sich Rastermaße ab 60 mm oder 80 mm. Bei sehr hohen Lasten oder großen Spannweiten werden mejo Zeichnungsprofile mit optimierter Geometrie empfohlen.

Kann Aluminium als tragendes Bauteil eingesetzt werden?

Ja. Aluminium der Legierung EN AW-6082 (Streckgrenze Rp0,2 ca. 260 N/mm² im Zustand T6) wird häufig für tragende Konstruktionen eingesetzt – im Fahrzeugbau, Kranbau und Maschinenbau. Die genaue Auslegung erfordert eine statische Berechnung.